Vorkommen
Die buntbarsche sind ursprünglich marin und erst sekundär zum Leben im Süßwasser übergegangen. Sie bewohnen den größten Teil des tropischen Afrikas und Amerikas südlich von 30 Grad nördlicher Breite. In Asien sind die Buntbarsche mit nur 11 Arten vertreten (3 in Indien, 1 im Iran (Iranocichla hormuzensis), 6-7 in Israel/Jordanien).
Bedeutung für Aquaristen
Die enorme Artenzahl endemischer Arten in diesen Seen führte rasch zu großer Beliebtheit. Jahrhunderts wurden die Seen im Great Rift Valley Ostafrikas sowie des Viktoriasees von Aquaristen entdeckt.In der Mitte des 20. Besonders Arten aus dem Tanganjika-See und dem Malawi-See (Mbunas und Utakas, auch Nicht-Mbunas genannt) wurden nach Europa und Amerika ausgeführt.
Kampfverhalten
Die männlichen fische der Art Oreochromis mossambicus reagieren in der Regel äußerst aggressiv, wenn Artgenossen in ihr Revier eindringen. In dem stets folgenden Revierkampf gegen die Eindringlinge steigt bei ihnen die Blutkonzentration von Sexualhormonen deutlich an. Die Konzentration dieser Androgene erhöht sich jedoch nicht nur bei den Kämpfern, sondern sogar bei anderen dem Kapf zuschauenden Männchen. Durch verschiedene Experimente haben potugiesische wissenschaftler um Rui Oliviera von der Hochschule für angewandte Psychologie in Lissabon (Portugal) herausgefunden, dass die Revierkämpfer vor allem dann ihre Hormonproduktion steigern, wenn sie in einem Kampf auf Grund der geringeren Größe oder einer erkennbaren Verletzung des Rivalen gute Aussichten auf einen Sieg haben. Können sie jedoch ihre Erfolgsaussichten nicht klar einschätzen, verändert sich bei ihnen auch nicht die Hormonkonzentration.
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